Das KölnTriangle
Colonia Aeterna · Köln 2025

Die Spieler

Amira van Holt · Patrick Neumann · Cassiopeia von Berenberg-Gossler · Leo Specht

↓ Weiterlesen
„Ihr wart keine Helden. Ihr wart Expendables, geschickt von einem Prinzen,
der euch nicht kannte, in eine Stadt, die ihre eigenen Toten noch nicht begraben hatte."
Amira van Holt

Amira van Holt

Brujah · Duisburg · Streetworkerin · Dortmund
Geburtsort
Duisburg-Rahm, Nordrhein-Westfalen
Familie
Dr. Gregor van Holt (Vater, Bankvorstand) · Prof. Dr. Sabine van Holt (Mutter, Jura) · Tobias van Holt (Bruder, Arzt)
Beruf
Sozialarbeiterin, Streetworkerin
Charakter
Zornig, direkt, empathisch, antiautoritär
„Eine Welt schaffen, in der niemand an den Maßstäben anderer zerbricht."

Kindheit und Jugend

Amira wuchs in Duisburg-Rahm auf, in einem Haus mit Glasfassade, Marmorboden und dem Geruch von frisch poliertem Holz — steril, ordentlich, leise. Die Familie van Holt war in den Kreisen der Stadt bekannt: Wohlstand, Disziplin, Bildung. Zuneigung war dort kein Wert, sondern ein Risiko.

Ihr Vater lebte nach Zahlen und Ergebnissen. Ihre Mutter korrigierte juristische Fachtexte, während Amira Klavier übte. „Leistung ist Liebe", sagte die Mutter einmal — und meinte es auch so. Ihr Bruder Tobias war das Paradebeispiel: brillant, zielstrebig, charmant. Amira lernte früh, dass ihr Platz im Schatten seines Erfolgs lag.

Das Abitur mit 2,5 war für die Familie kein Abschluss, sondern ein Scheitern. „Vielleicht bist du einfach nicht für akademische Laufbahnen geschaffen", sagte der Vater. An diesem Tag schwor Amira, nie wieder in den Maßstäben anderer zu leben.

Hamburg — Aufbruch

Das Studium der Sozialen Arbeit an der HAW Hamburg war ein Befreiungsschlag. Weg von Duisburg, weg von Erwartungen. In Hamburg fand sie WG-Küchen voller Lachen, Diskussionen über Gerechtigkeit, Menschen, die Fehler machten und trotzdem gemocht wurden. Zum ersten Mal durfte sie sein, statt leisten.

In der sexpositiven Szene fand sie Nähe ohne Urteil, in linken Kollektiven Sinn ohne Karriereplan. Sie spielte wieder Klavier — in einer kleinen Jazz-Band. In dieser Freiheit entdeckte sie, dass ihr Zorn kein Defekt war, sondern Kraft: Zorn über Ungleichheit, über Menschen, die nie eine zweite Chance bekamen, über Systeme, die Reichtum über Würde stellten.

Rückkehr ins Ruhrgebiet

Nach dem Abschluss zog es sie zurück — nicht nach Duisburg, sondern nach Dortmund. Als Streetworkerin arbeitete sie mit Jugendlichen, Drogenabhängigen, Obdachlosen. Sie sprach mit ihnen auf Augenhöhe, nicht als Autorität, sondern als Verbündete. Manchmal sah sie in ihnen sich selbst: gebrochen, aber kämpfend.

Und doch blieb tief in ihr ein Riss. Der Wunsch, wirklich etwas zu verändern — und die Ohnmacht, immer wieder dieselben Kreisläufe aus Elend und Ignoranz zu sehen.

Ambition

Amira will beweisen, dass Würde und Mitgefühl mehr verändern können als Kontrolle und Macht. Ihr Antrieb ist es, Strukturen zu zerschlagen, die Menschen — und Vampire — zu Werkzeugen von Leistung, Status oder Blutlinie machen. Im Kern träumt sie davon, eine Gemeinschaft aufzubauen, in der Zugehörigkeit nicht verdient, sondern gegeben wird.

Patrick Neumann

Patrick Neumann

Hecata · geboren 1987 · Bochum-Langendreer · Bestatter
Geburtsort
Bochum-Langendreer
Beruf
Bestatter, Thanatopraktiker
Betrieb
„Neumann & Söhne — Bestattungen seit 1950"
Charakter
Ruhig, sachlich, kontrolliert, detailorientiert
Weltbild
Ordnung statt Trost — der Tod als Konstante
„Ich bringe Ordnung in das, was andere nicht mehr ordnen können."

Ein Leben mit dem Tod

Patrik führt das Familienunternehmen „Neumann & Söhne — Bestattungen seit 1950" in dritter Generation. Der Betrieb wurde nach dem Krieg von seinem Großvater Wilhelm gegründet, später von seinem Vater Heinrich übernommen. Schon als Kind war der Tod für ihn kein Tabu. Er wuchs über der Werkstatt auf, half früh bei Trauerfeiern und lernte, dass Würde und Ordnung wichtiger sind als große Worte.

Sein Vater war ein strenger, aber gerechter Mann — Lob gab es selten, Fehler waren keine Option. Von seiner Mutter, die sich nach dem Tod ihres Mannes immer mehr zurückzog, hat Patrik sich emotional entfernt.

Handwerk und Isolation

Nach der Realschule absolvierte er eine Ausbildung zum Bestattungsfachangestellten und spezialisierte sich auf Thanatopraxie — die hygienische und ästhetische Versorgung Verstorbener. Er arbeitet präzise, ruhig und unauffällig. In der Branche gilt er als zuverlässig, aber distanziert.

Patrik lebt allein über dem Bestattungsinstitut. Seine Wohnung ist ordentlich, fast steril. Er hat keine Familie, kaum Freunde, meidet Gesellschaft. Sein Alltag besteht aus Routinen — dieselben Abläufe, dieselben Wege, dieselben Mahlzeiten. Das gibt ihm Halt, seit die Welt um ihn herum unruhiger geworden ist.

Erschöpfung

Die Corona-Pandemie hat ihn stärker getroffen, als er zugeben würde. Erst kam die Arbeit im Übermaß, dann der Stillstand. Seitdem läuft das Geschäft schleppend, und Patrik spürt eine wachsende Erschöpfung. Er funktioniert, aber er lebt nicht mehr wirklich.

Er glaubt nicht an das Jenseits, sondern an Würde, Form und Verantwortung. Für ihn ist der Tod kein Mysterium, sondern ein natürlicher Zustand — berechenbar, ehrlich, still.

Die Ungereimtheiten

In letzter Zeit hat er begonnen, alte Unterlagen seines Großvaters zu sichten. Dabei stößt er auf Ungereimtheiten — Bestattungen ohne Namen, merkwürdig verschleierte Aufträge aus den 1950er Jahren. Er weiß nicht genau, wonach er sucht — aber irgendetwas daran lässt ihn nicht los.

Erscheinungsbild

Patrik ist ein Mann Ende dreißig, etwa 1,83 m groß, mit einer schmalen, aufrechten Haltung. Er trägt meist dunkle, schlichte Anzüge, sauber gebügelt, mit dezenten Hemden in Grau, Weiß oder Blaugrau. Keine Krawatte, kein Schmuck. Seine Kleidung riecht nach Waschmittel, nicht nach Parfum.

Kurz geschnittene dunkelblonde Haare, ein akkurat gestutzter Bartschatten, graublaue Augen, die selten direkt, aber immer aufmerksam blicken. Seine Bewegungen sind langsam, präzise und leise — kein unnötiger Schritt, keine plötzliche Geste. Selbst, wenn er eine Tür schließt, tut er es mit der gleichen Sorgfalt, als wäre es Teil eines Rituals.

„Er sieht aus, als wäre er direkt von einer Trauerfeier gekommen — dunkler Anzug, ordentliche Hände, ein Gesicht, das weder Trauer noch Freude zeigt. Wenn er den Raum betritt, wird es still, nicht aus Angst, sondern weil man spürt, dass Stille für ihn etwas Natürliches ist."

Cassiopeia von Berenberg-Gossler

Cassiopeia von Berenberg-Gossler

Tremere · geboren 1989 · Hamburg · Münster · Biomedizinerin
Geburtsort
Hamburg
Familie
Marianne von Berenberg-Gossler (Mutter) · Heinrich von Berenberg-Gossler (Vater, Chefarzt)
Beruf
Biomedizinerin, Forscherin
Charakter
Ehrgeizig, wissbegierig, selbstbewusst, neugierig
„Das Haus vergißt nichts."

Ein Kind der Hanse

Cassiopeia kam in der Nacht zum 20. Februar 1989 in Hamburg zur Welt, als lang ersehntes Kind der Familie von Berenberg-Gossler. Ihre Mutter Marianne verwöhnte sie, wo sie nur konnte — für ihr kleines Wunder war nur das Beste gut genug. Dass aus Cassi kein verwöhntes Biest wurde, verdankt sie ihrem Vater Heinrich, einem Arzt, der in das alte Hanseatengeschlecht eingeheiratet hatte.

Heinrich lehrte sie, dass nicht Reichtum und Geschenke zählen, sondern Unterstützung, Liebe und harte Arbeit. Er nahm sie oft mit ins Krankenhaus, in dem er sich zum Chefarzt hocharbeitete. Die Schwestern und Assistenzärzte mochten das neugierige Mädchen, und vor allem das Labor tat es ihr an: erforschen, Neues entdecken. Mit sechzehn verkündete sie, sie werde Biomedizin studieren und Forscherin werden.

Hamburg und Hannover

Mit einem Abitur von 1,0 bekam sie mit achtzehn einen Platz im Bachelor Molecular Life Sciences an der Universität Hamburg. Das erste Jahr war hart: Ihr Vater verlor seine Stelle, das Bafög reichte vorne und hinten nicht. Aufgeben kam nicht in Frage. Auf Anstoß eines Kommilitonen begann sie, in einer kleinen Bar zu singen — aus dem Nebenverdienst wurde ein Hobby, ein kreativer Ausgleich zum Labor, in dem sie nebenher an der Uniklinik aushalf.

Für den Master in Biomedizin wechselte sie an die Medizinische Hochschule Hannover und schloss ihn in Regelstudienzeit mit Bestnoten ab. Die besten Labore Deutschlands standen ihr offen.

Münster

Cassiopeia entschied sich für Münster. Im Labor der dortigen Uniklinik forschte sie im Bereich Entzündung und Infektion, an Organregulation, Krankheitsverläufen und neuen Wegen in der Krebstherapie. Dort fand sie auch ihren Weg in die Nacht, zu Haus und Clan Tremere, und wurde eine fleißige, wissbegierige Schülerin.

Nach Köln

Nach zehn Jahren in Münster kam der Auftrag des Regenten: Sie solle nach Köln gehen und Haus und Clan dort stärken. Cassiopeia war darüber nicht unglücklich. Köln verspricht ihr etwas, das ihr lange gefehlt hat — ein wenig Freiheit.

Leo Specht

Leo Specht

Die Priesterschaft · geboren 1982 · Heidelberg · Frankfurt · Spediteur
Geburtsort
Heidelberg
Familie
Wolfgang Specht (Vater, Förster) · Lisa Specht (Mutter, Fitness- und Ernährungsberaterin) · Naya (Blutschwester)
Beruf
Inhaber von Gerber Logistik, Reisemanager für Blutsverwandte
Charakter
Charmant, gesellig, redegewandt, geschäftsorientiert
„Die Welt ist voller Gelegenheiten. Man muss sie nur ergreifen."

Heidelberg und Frankfurt

Leo wuchs in Heidelberg auf, als einziges Kind eines Försters und einer Fitnesstrainerin. Zum Studium ging er nach Frankfurt, Betriebswirtschaft, und lernte nebenher, mit Wertpapieren Geld zu verdienen. Er war ein geselliger Typ, Kampfsport, Paintball, Sportschießen, immer mit Freunden unterwegs. Mit dem Geld aus dem Wertpapierhandel kaufte er nach dem Studium eine Spedition: Gerber Logistik.

Reisen in der Nacht

2014 kam die Nacht, nach der nichts mehr war wie vorher. Leo machte daraus, was er immer macht: ein Geschäft. Er baute Gerber Logistik über ganz Westeuropa aus, kaufte Lagerhallen und abgelegene Wohnungen und fand heraus, dass Blutsverwandte für sichere Reisen sehr gut bezahlen: am Tag geschützt vor der Sonne, an Zollkontrollen vorbei, ohne die Maskerade zu gefährden. Der frühere Geschäftsführer Bertram Gerber führt tagsüber weiter die Geschäfte.

Zu Naya hat er ein enges Verhältnis. Sie ist die Schwester, die er zu Lebzeiten nie hatte.

Nach Köln

Von Naya hört Leo, was in Köln los ist, und wittert gute Geschäfte: eine Stadt im Umbruch, mehr Platz als im vollen Frankfurt, und Leute, die Wege brauchen. Politik, Ränge und Regeln sind für ihn ein Faktor, den man bei Geschäften berücksichtigen muss. Schließlich ist er von der Priesterschaft und kein Ventrue.

Ehemalige Spieler

Erich Schattenhain

Erich Johann Schattenhain

Toreador · geboren 1901 · Düsseldorf · London
Geburtsort
Düsseldorf
Eltern
Johann & Magdalene Schattenhain, Kaufleute (Bekleidung)
Beruf
Schneider, Geschäftsmann, Modehändler
Erzeuger
Aaron Goldstein (Fürst von Düsseldorf)
Umarmung
1932
Schwester
Élise Garnier (Vampirin, gespanntes Verhältnis)
Charakter
Gewandt, anpassungsfähig, pragmatisch, kühl kalkulierend
Überleben durch Anpassung — und durch die richtigen Verbindungen zur richtigen Zeit.
Jakob Müller

Jakob Müller „JJ"

Malkavian · geboren 1989 · Witten · Radio Vest
Geburtsort
Witten
Beruf
Radiomoderator — Nachtshow „JJ by Night"
Erzeuger
Dr. Elisabeth Altenwerth (Klinik Altenwerth)
Umarmung
Nach dem Klinikaufenthalt, Burnout-Diagnose
Fluch
Burnout-Syndrom — bleibt für immer. Zwang zum Moderieren.
Charakter
Höflich, kontrolliert, analytisch — bis das Rauschen zurückkehrt
„Was ist hier überhaupt los?"
Dr. Elias Roth

Dr. Elias Roth

Ventrue · Aus dem Ruhrgebiet · †
Ehemaliger Spielercharakter · Vernichtet
Merlin von Hohenfels

Merlin von Hohenfels

Toreador · Aus dem Ruhrgebiet · †
Ehemaliger Spielercharakter · Vernichtet