Unter dem Hauptbahnhof
„Ich sach's euch, dat war 'ne Nacht, die ich nich verjesse, wenn ich tausend Jahr alt würd."
Hansi Krüger saß zusammengerollt in der Ecke, die Mütze tief im Gesicht. Bucklig, blass, der Körper leicht deformiert — das Erbe eines Dormitors, dessen Blut sich in ihm anders ausdrückte als in Menschen.
„Ich war grad unten, hab'n Backup gezogen von de Kameras. Und plötzlich — Stille. Kein Alarm. Kein Stromausfall. Nur Stille."
„Ich guck in die Monitore — nix. Kein Bild. Kein Ton. Die Funkverbindung zu den anderen? Weg."
„Wenn ihr wollt, ich zeig euch den Eingang. Hinter Gleis 11, da is 'ne alte Gittertür, sieht aus wie Wartung. Müsst euch ducken, dann rechts, dann zweimal links."
Hinter Gleis 11 im Kölner Hauptbahnhof liegt ein Bereich, den kein Fahrplan verzeichnet. Beton, feucht, bröckelig. Der Geruch von Schimmel und kaltem Rauch. Am Ende des ersten Ganges: eine Metallplatte, und dahinter, nach einem dumpfen Klicken, eine Treppe in die Tiefe. Und schließlich eine Stahltür:
KLN-NODE 7 — BETRIEBSZENTRALE