Karl-Heinz Behrens
„Behrens. Karl-Heinz Behrens. Ich bin — oder war — zuständig für den Gürzenich aus Sicht von Dezernat 6."
Er hielt sich steif, auch wenn seine Hände zitterten. Ein Mittfünfziger im grauen Anzug, der aussah wie ein ausgebrannter Politiker — und sich noch immer benahm wie einer im Amt.
„Am 4. Oktober war ich in meinem Büro im Mediapark. Ich wollte mit Frau Falcone noch die letzten Akten durchgehen. Dann hatte ich so ein komisches Gefühl und ging in ihr Büro. Kurz nach Mitternacht. Sie war nicht mehr da. Nur noch ihre Kleidung — über einem Haufen Asche."
Pause. Ein kurzes Blinzeln.
„Ich hatte noch Akten zu prüfen. Und jemand muss ja weitermachen."
Das war das Erschreckendste an Karl-Heinz Behrens: nicht der Hunger, nicht die Verzweiflung — sondern die vollständige Unfähigkeit, die Realität zu akzeptieren. Seine Dormitorin war Asche. Und er schrieb Akten.
Er führte die Gruppe in den Gürzenich — durch die Vordertür, mit einem höflichen Nicken an die Menschenmenge im Festsaal. Unter dem Festsaal: eine Kellertreppe. Eine Treppe, und dann: eine Panzerglaswand.