Die Erzeuger
Das Prinzenbüro im Triangle wurde still, als sie eintraten. Elisabeth ging einen halben Schritt vor. Samuel blieb versetzt hinter ihr. Alicia stand seitlich, abwägend.
„Wir kommen nicht, um Ansprüche auf Köln zu erheben. Und wir kommen nicht, um euch zu maßregeln."
„Ihr habt eine Bedrohung beseitigt. Ihr habt gehandelt. Und eure Handlung wurde als angemessen eingestuft."
Ihr Angebot: Übersiedlung ins Ruhrgebiet. Ausbildung unter camarillistischer Aufsicht. Ein eigenes Jagdgebiet in Essen nach erfolgreicher Integration. „Nicht als Geschenk. Sondern als Verantwortung."
„Welche Kräfte des Sabbat waren konkret involviert? Habt ihr ein Rudel zerschlagen? Einen Priester ausgeschaltet?" Seine Stimme bleibt sachlich. Nur prüfend.
„Oder — war es gar nicht der Sabbat? Vielleicht waren es Anarchen. Frankfurt ist nicht weit."
Sie sah JJ nicht an — nur Elisabeth. „Überzeugungsarbeit."
Die Gruppe antwortete wie aus einem Mund: „Nein."
Das Wort stand noch im Raum. Elisabeth erstarrte. „Wie bitte? Ihr verweigert die Verfügung eines Prinzen? Das ist politischer Irrsinn."
Samuel musterte Elisabeth. Ein schmales, fast unsichtbares Lächeln. Er verschränkte die Hände hinter dem Rücken.
„Doch, Elisabeth. Ich verstehe, was das bedeutet. Und ich werde daher nicht nach Dortmund zurückkehren."
Er schaut Patrick an. „Ich erzähle euch keine Scheiße. Wir bleiben in Kontakt." Und er verlässt den Raum.
Alicia blieb — vorübergehend, wie sie sagte. Elisabeth blieb ebenfalls — nicht aus Überzeugung, sondern weil Jasmin sich ihrer annahm. Die beiden sprachen. Was danach war, war keine Kapitulation: Elisabeth bot ihre Unterstützung an.



