Season I · Zwischenspiel · Sonntag, 19. Oktober 2025 · Nacht

Am Dom

Der Dom · Die Drei aus Frankfurt

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I

Der Dom

SO 19.10. · 21:50
Der Dom

Irgendwann wurde klar, was in dieser Nacht noch geschehen war: Ein weiteres Sabbat-Pack hatte versucht, in den Dom einzudringen — und war dort verendet. Leider wurden die Menschen hellhörig.

Das Domumfeld war gesperrt. Polizei, Bauaufsicht, militärische Überwachungsdrohnen im Nachthimmel. Und trotzdem — etwas zog die Gruppe dorthin. Nicht der Wille. Das Blut.

Je näher ihr dem Dom kamt, desto mehr zog er. Nicht magnetisch. Sondern biologisch. Als würde jemand an einem Faden ziehen, der direkt ins Herz genäht war.

Hunger, der aus dem Nichts entstand. Visionen, die kamen, ohne gerufen zu werden. Und das Wissen, dass da unten — unter dem Fundament, unter der Kathedrale, unter den Jahrhunderten — etwas lag, das kein Gutachter je katalogisiert hatte.

Streng Vertraulich · Nicht für presseführende Stellen

Vier Subjekte infiltrierten die letzte öffentliche Führung unter den Dom. Bereits ab 50 m Distanz zeigten die Subjekte auf Außenkameras zunehmend Schmerzreaktionen.

Um 21:38 Uhr erreichten die Subjekte die römische Struktur. Sie rissen Türen auf, trennten sich von der Besuchergruppe. Die Untersuchungen liefen — soweit man es beurteilen kann — erfolglos. Alle bekannten Gutachten geben klare Hinweise, dass sich im Dom kein etwaiger Schatz verbergen KANN.

Um 22:20 Uhr: Angriff auf die Besuchergruppe. 17 Tote, 4 Schwerverletzte.

Um 22:30 Uhr: Alle vier Subjekte kollabiert und zu Asche zerfallen.

Bewertung: Vermutlich handelte es sich um Vampire. Ziel war augenscheinlich ein spezifischer Bereich innerhalb des römischen Areals — der nicht existiert / existieren kann.

II

Die Drei aus Frankfurt

SO 19.10. · 22:05
Die Drei aus Frankfurt
Die Gesandtschaft aus Frankfurt

Sie kamen aus der Richtung des Hauptbahnhofs. Drei Gestalten, langsam und geschlossen, wie ein Rudel, das schon lange gemeinsam durch die Nacht zieht.

Elisabeth „Lisbeth" von Falkenau
Ventrue · Diplomatin · Anarchenrat Frankfurt

„Struktur ist nicht Unterwerfung. Es ist das Gerüst, an dem wir hängen, wenn alles fällt." Ehemalige Camarilla-Unterhändlerin, die Frankfurt während der letzten Säuberungen verließ. Sie trug den Auftrag des Rats in Händen und die Verantwortung für die anderen beiden. Ihre Visionen: Sie versinkt als Statue aus Gold im Rhein.

Naya „Schlangenlied"
Ministry · Kultistin · Spirituelle Analytikerin

„Wenn die Stadt schläft, dann träumt sie. Und Träume sind immer verführbar." Sie glaubte, Köln liege auf einer alten Wunde. Die Krähe habe sie berührt — und sei daran verbrannt. Für Naya war selbst eine Katastrophe Offenbarung.

Bran „Eichenfaust"
Gangrel · Grenzgänger · Kundschafter

„Ich folge Spuren. Immer. Auch wenn sie in den Abgrund führen." Er war der Letzte, der mit der Krähe gesprochen hatte. Nun wollte er ihre Spur finden — aus Schuld, Pflicht und tiefsitzender Angst vor Krypten und Katakomben. Genau dort, wo alle Spuren hinführten.

„Am 27. September — vor etwas mehr als vier Wochen — haben wir eine Nachricht bekommen, dass es in Köln ein großes Elysium geben soll mit Anwesenheitspflicht für die gesamte Domäne. Und im Anschluss waren alle unsere Kontakte nicht mehr erreichbar."

„Und einen Tag später wird Vossy aus dem Nichts heraus angeklagt und aus der Stadt verwiesen. Komisch, oder?"

„Und dann — eine Woche später — war gar keiner mehr in Köln erreichbar."

Das Tattoo. Sie hatten es sofort gesehen. Das Frankfurter Wappen — ein zerbrochener Spiegel, dessen Scherben sich spiralförmig ausbreiteten, jede Scherbe ein anderes Clanzeichen, darunter der Blutkreislauf der Freien Stadt. Die Struktur der Befreiung. Und eines der Gruppenmitglieder trug es.

Colonia Aeterna · Season I · Zwischenspiel