Der Dom
Irgendwann wurde klar, was in dieser Nacht noch geschehen war: Ein weiteres Sabbat-Pack hatte versucht, in den Dom einzudringen — und war dort verendet. Leider wurden die Menschen hellhörig.
Das Domumfeld war gesperrt. Polizei, Bauaufsicht, militärische Überwachungsdrohnen im Nachthimmel. Und trotzdem — etwas zog die Gruppe dorthin. Nicht der Wille. Das Blut.
Je näher ihr dem Dom kamt, desto mehr zog er. Nicht magnetisch. Sondern biologisch. Als würde jemand an einem Faden ziehen, der direkt ins Herz genäht war.
Hunger, der aus dem Nichts entstand. Visionen, die kamen, ohne gerufen zu werden. Und das Wissen, dass da unten — unter dem Fundament, unter der Kathedrale, unter den Jahrhunderten — etwas lag, das kein Gutachter je katalogisiert hatte.
Vier Subjekte infiltrierten die letzte öffentliche Führung unter den Dom. Bereits ab 50 m Distanz zeigten die Subjekte auf Außenkameras zunehmend Schmerzreaktionen.
Um 21:38 Uhr erreichten die Subjekte die römische Struktur. Sie rissen Türen auf, trennten sich von der Besuchergruppe. Die Untersuchungen liefen — soweit man es beurteilen kann — erfolglos. Alle bekannten Gutachten geben klare Hinweise, dass sich im Dom kein etwaiger Schatz verbergen KANN.
Um 22:20 Uhr: Angriff auf die Besuchergruppe. 17 Tote, 4 Schwerverletzte.
Um 22:30 Uhr: Alle vier Subjekte kollabiert und zu Asche zerfallen.
Bewertung: Vermutlich handelte es sich um Vampire. Ziel war augenscheinlich ein spezifischer Bereich innerhalb des römischen Areals — der nicht existiert / existieren kann.