Beck auf der Deutzer Brücke
Blaulicht färbte die Häuserfronten in kaltes Blau. Der Wind vom Rhein roch nach Diesel und nassem Asphalt. Zehn bis zwölf Einsatzfahrzeuge. Zwanzig bis dreißig Beamte. Die Deutzer Brücke gesperrt, Straßenbahnen standen, ein unfassbarer Lärm aus Hupen und Fluchen.
In der Mitte der Fahrbahn stand ein älterer Polizist. Mantel offen. Die Augen tief eingesunken. Er argumentierte aggressiv mit Fahrern, obwohl keiner verstand warum.

„Sie lachen da unten. Ich höre sie im Wasser. Sie kommen wieder hoch, verstehen Sie? Wir dürfen sie nicht durchlassen." — Er erkannte instinktiv, dass die Gruppe nicht normal war. Sein Ghoul-Instinkt arbeitete noch, auch ohne Vitae. Er hatte die Brücke eigenmächtig sperren lassen. Keiner traute sich zu widersprechen.
Polizistin Riemer, 32, jung, pflichtbewusst:
„Ich weiß selbst nicht, was hier los ist. Aber er… er war früher ganz anders. Seit letzter Woche redet er nur noch von Stimmen."
Am Ende lief Beck zur Brüstung. Blickte in den dunklen Rhein. Griff nach seiner Waffe — nicht gegen die Gruppe, sondern gegen sich selbst.